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Aktuelles

AWO-Ortsvereine.


Jahreshauptversammlung der AWO Straubing-Leiblfing!

Trotz der sengenden Hitze fanden fast 100 Mitglieder am Freitag den Weg zur Jahreshauptversammlung ‚ihres‘ Ortsvereins in der Begegnungsstätte und wurden von Vorsitzender Christa Brunner herzlich begrüßt. Die Grußwortredner bescheinigten dem Ortsverein unisono ‚Kämpfer für ein soziales Miteinander‘ zu sein.

Stadtrat Holger Frischut (in Vertretung des Oberbürgermeisters) und selbst Mitglied der AWO freute sich, wie immer bei der AWO ein volles Haus vorzufinden. Allein der heutige Tag zeige, wie notwendig es war, das Haus zu erweitern. „Hier wird das Miteinander gelebt, das gerade in diesen Zeiten so wichtig ist. Das Wirken der AWO nach innen und außen ist ein unverzichtbarer Teil der Straubinger Gesellschaft. Es ist nicht selbstverständlich, dass fast 100 Mitglieder zu einer Jahreshauptversammlung kommen, wie die Beispiele anderer Vereine leider oft zeigen. In der AWO gilt das WIR, von dem auch ich ein Teil sein darf“.

Auch stellv. Landrat Andreas Aichinger hob die soziale Komponente in den Mittelpunkt seines Grußworts. „Unsere Gesellschaft driftet immer mehr auseinander, daher ist das soziale Schaffen, das hier bei der AWO gelebt wird, nicht hoch genug zu bewerten“. In der heutigen von Egoismus geprägten Zeit sei es das Denken und Sorgen für andere, das unsere Gesellschaft zusammenhalte. Das täten die Ehrenamtlichen im AWO-Ortsverein in vorbildlicher Weise und dafür sei er unendlich dankbar.

Stadtrat und SPD Ortsvorsitzender Marvin Kliem bedankte sich bei allen, die den Nachmittag wieder einmal so liebevoll vorbereitet hatten. „Ich bin stolz darauf, Mitglied der AWO-Familie sein“. Verwaltungsrat für Seniorenfragen, Stadtrat Artur Christmann verzichtete auf ein Grußwort. „Es ist schon alles gesagt, ich muss es nicht wiederholen“.

In ihrem Rechenschaftsbericht für das vergangene Jahr konnte Christa Brunner über zahlreiche Vorstandssitzungen und unzählige Veranstaltungen berichten. Von Senioren- und Spielnachmittag, Yoga und Gymnastik Kursen bis zu Infoveranstaltungen. Dazu die Tages- und Mehrtagesfahrten. „Das alles ist natürlich nicht allein zu bewältigen, dazu braucht es ein Team von Ehrenamtlichen, das immer bereit ist zu helfen und bei dem ich mich von ganzem Herzen bedanken möchte. Dazu gehören natürlich auch unsere fleißigen Männer, die beim Auf- und Abbau immer zur Verfügung stehen. Mein Dank gilt außerdem den KuchenbäckerInnen, die für jede Veranstaltung Kuchen backen. Mein besonderer Dank gilt meinem Vorstand, der mich immer unterstützt und auf den ich mich voll verlassen kann und meinem Mann Dieter, der mir den Rücken freihält und immer da ist, wenn ich ihn brauche“. Nachdenkliche Worte fand sie zur Mitgliederstruktur. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liege bei 74,4 Jahren, der Ortsverein brauche dringend Nachwuchs. Nachdrücklich warb sie darum, in der Familie und im Freundeskreis um Mitglieder zu werben.

Kassier Jürgen Karbstein konnte trotz neuem Anbau einen zufriedenstellenden Kassenbericht vorweisen. Zu danken sei dies zahlreichen Sponsoren und einer Erbschaft, die der Ortsverein gemacht habe. Die Revisoren Hans Dersch und Ernst Moser bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, so dass der Entlastung nicht im Wege stand.

Dann wurde Christa Brunner überrascht: Kreisvorsitzender Martin Panten überreichte ihr gemeinsam mit Geschäftsführer Klaus Hoffmann und stellv. Kreisvorsitzenden Irene Ilgmeier einen Geschenkkorb, nachträglich zu ihrem 85. Geburtstag.

Seine Rede begann Martin Panten mit einem Zitat von Marie Juchacz, der Gründerin der AWO: „Das WIR ist immer stärker als das Ich“. „Das WIR stärker machen, ist unser Ziel. Wir setzen uns aktiv für soziale Gerechtigkeit und ein starkes Miteinander ein. Für ein Bayern, in dem alle die Chance auf ein zufriedenes Leben haben. Die AWO setzt sich bayern- und bundesweit auf gesellschaftlicher und politischer Ebene für eine Welt ein, die von mehr Mitgefühl, Miteinander und Verständnis geprägt ist“. Die soziale und caritative Tätigkeit der AWO erstrecke sich auf nahezu alle Felder der Sozialarbeit, wenngleich das Wirken für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Familien sowie Seniorinnen und Senioren im Mittelpunkt stehe. „Unseren gemeinsamen Auftrag verstehe ich so: Dem einzelnen Menschen mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten zuwenden und sich gleichzeitig für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit einsetzen“. Es sei so wichtig, dass Menschen erleben können: Es gibt ein soziales Netz, das sie bei Bedarf auffängt und es gibt Mitmenschen, die ihnen ohne Wenn und Aber beistehen und sich für sie einsetzen. Das stifte Zusammenhalt, das befördere Vertrauen in unsere Gesellschaft. Unterstützung von Menschen, wie es die AWO seit 107 in Deutschland leistet, auch hier in Straubing, sei deshalb nicht nur gelebte Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe, es wirke weit darüber hinaus. „Ich bin sehr stolz und dankbar, ein Teil dieser großartigen Gemeinschaft in der Arbeiterwohlfahrt, unserer AWO, zusammen mit euch und mit ihnen zu sein zu dürfen“, schloss Martin Panten seine Rede.

Im Anschluss wartete das Buffet mit selbst gebackenen Torten und Kuchen auf die Teilnehmer, bevor nach vielen guten Gesprächen an den Tischen die Jahreshauptversammlung endetet. (ilg)

Foto: v. re. Stadtrat Marvin Kliem, stellv. Kreisvorsitzende Irene Ilgmeier, stellv. Landrat Andreas Aichinger, AWO-Geschäftsführer Klaus Hoffmann, Christa Brunner, Stadtrat Artur Christmann, Kreisvorsitzender, Bürgermeister Martin Panten, Stadtrat Holger Frischhut, Schriftführerin Erna Bartoszewski.